Burgruine Rauenstein

  

Burgruine Rauenstein

St. Marien-Georgskirche mit Burgruine im Hintergrund

(Fotos: Gemeinde)

Die Ersternennung datiert auf den 24. Mai 1349. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie vollends zerstört.

Die Burg Rauenstein ist die Ruine einer Spornburg auf 510 m ü. NN in Rauenstein in Thüringen. Sie war seit dem 14. Jahrhundert Sitz des Adelsgeschlechts der Schaumberger und damit Stammsitz der Linie Schaumberg-Rauenstein.

Geschichte:

Die hochadelige gefürstete Grafschaft Henneberg wurde um 1315 mit der Stammburg der Herren von Schaumberg, der Burg Schaumberg bei Schalkau belehnt, nachdem Graf Hermann I. von Henneberg schon 1260 die Rechte an dieser Burg erworben hatte. Noch vor 1350 hatten die Fürstgrafen die Burg und die halbe Cent Schalkau endgültig als Reichslehen inne. Die Schaumberger waren gezwungen, auf das Rittergut Niederfüllbach auszuweichen, erwarben aber Rauenstein auf halben Wege von Schalkau nach Sonneberg als neuen Herrschaftssitz. Möglicherweise befand sich an dieser Stelle schon vor 1340 eine schaumbergische Kemenate zur Verwaltung des wertvollen und mit außergewöhnlichen Hoheitsrechten wie Halsgerichtsbarkeit, Geleit, Zoll, Bergwerksrecht, hohem Wildbann und dem Kirchenpatronat ausgestatteten Besitzes „vor dem Walde“ in Rauenstein, die zu dieser Zeit ausgebaut und befestigt wurde. 1349 erteilte die Regentin Jutta von Henneberg die Erlaubnis zur Befestigung der „Haus Ruhestein“ genannten Burg unter der Bedingung, dass ihr dieses Haus als Hennebergisches Söhn- und Töchterlehen offenzustehen habe. Markgraf Friedrich der Strenge von Meißen erneuerte diesen Vertrag 1351, wobei neben das Eigentum und das Reichslehen nun noch sächsisches Mannslehen trat.

Die Schaumberger etablierten sich schnell an ihrem neuen Herrschaftssitz. 1398 umfasste das Gebiet des Gerichtes Rauenstein schon 25 Waldberge, 6 freieigene Dörfer und die Hiftenberger Häuser. 1455 wurde das Dorf Rauenstein erstmals erwähnt, wobei angemerkt wurde, dass es schon vor der Burg dagewesen und von den Schaumbergern erkauft und damit ihr Eigentum sei.

1660 wurde der Rauensteiner Besitz noch Geschlechtsgut (Fideikommiss) genannt, schon 1662 ging jedoch ein Teil davon an den Burgvogt Georg Dietrich zu Klein-Ziegenfeld und stand ihm als Ganerbe zur freien Verfügung. Ab 1669 wohnte er auch auf der Burg, die von den Schaumbergern bereits 1632 verlassen und 1640 durch kaiserliche Truppen teilweise zerstört worden war. 1670 verließ auch Burgvogt Georg Dietrich die Burg und bewohnte ein „neues Schloßhaus“ am Marktplatz, auch „Pfarrhaus“ genannt.

Der herzoglich-coburgische Oberstallmeister Hans Siegmund von Schaumberg erhielt 1687 die vollständigen Rechte an der Burg und der Schaumberger Herrschaft zurück und versuchte, sie an den Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg zu veräußern, was am Einspruch der Ziegenfelder Erben scheiterte. Er errichtete ein neues Schlossn am Fuß der Burg, das später Rathaus war und heute das Rauensteiner Porzellankabinett beherbergt. Die Burg wurde nicht mehr genutzt und verfiel zur Ruine. Schließlich erwarb Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen 1729 das gesamte Geschlechtsgut von Hans Siegmund von Schaumberg, der damit der letzte Schaumberger auf Rauenstein war. Dieser verstarb noch im gleichen Jahr. In den Genuss der Zahlungen kamen neben dem Hauptgläubiger, dem Sonneberger Geschäftsmann Andreas Grosch zu Ehnes, den Erben von Klein-Ziegenfeld und den Erben von Strössendorf seine Tochter Sophie Magdalene, Gemahlin eines Obristen von Hanstein, und bei der endgültigen Übereignung der Kaufsumme durch Charlotte Amalie von Sachsen-Meiningen im Jahr 1763 und der Ablösung der letzten verpfändeten Güter in Grümpen und Theuern 1786 schließlich ihr Sohn, Obristenleutnant Johann Adam Wilhelm von Hanstein. Die Familie von Hanstein hatte seit 1620 das Gut Einberg im heutigen Rödental inne.

Erhalten sind Mauerreste, aus denen der markante Bergfried aufragt. Erst Ende der 1990er Jahre wurden Sanierungsversuche unternommen, diese jedoch nicht abgeschlossen. Seitdem setzte ein dramatischer Verfall der Bausubstanz an Bergfried, Ringmauerresten, Torbau und Schalentürmen ein. 2004 wurde mit dem Ziel der Rettung der Burgruine Rauenstein der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein gegründet. Durch die Initiativen des Vereins, der Gemeinde Effelder-Rauenstein und der Denkmalschutzbehörden Thüringens wurden am 24. August 2006 der Kaufvertrag zwischen der bisherigen Eigentümergesellschaft LEG-Thüringen und der Gemeinde Effelder-Rauenstein unterzeichnet und die Sanierung des Bergfriedes Ende 2006 vorgenommen.

Seither bemühen sich vor allem die ehrenamtliche Helfer des Fränkisch-thüringischen Geschichtsvereins e.V. bei Arbeitseinsätzen um den Erhalt der Ruine und die Begehbarkeit des Burgareals.

 

 

Köhlerplatz

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Köhlerverein der Bewahrung und Pflege der Traditionen und des Brauchtums, vor allem des regionalen Köhlerhandwerks. Der besondere Wert liegt auf dem Zusammenhang der Köhlerei mit dem historischen Bergbau, der Eisenverhüttung und dem Forstwesen.

Seit September 1999 findet alljährlich am 3. Wochenende im September das Köhlerfest statt. Ein Erdmeiler wird zur Ehre des Köhlerhandwerks aufgebaut und entzündet.

 

 

 

Neues Schloss Rauenstein

"Neues Schloss Rauenstein"

 

Schlossstraße 3, OT Rauenstein, 96528 Frankenblick

 

Das um 1615 errichtete Gebäude "Neues Schloss Rauenstein" durch das Geschlecht der Schaumberger, wurde 1690 von Siegmund von Schaumberg erweitert.

1729 gingen Gericht Rauenstein und das Schloss in das Eigentum des Herzoghauses Sachsen-Meiningen über.

1783 erwarb die Familie Greiner das Gebäude vom Herzoghaus und errichtete in demselben eine Porzellanfabrik. Das Rauensteiner Porzellan war weit über die Grenzen Deutschlands bekannt undwurde bis in 1930-Jahre hier produziert.

Nach dem Niedergang des Unternehmens erwarb die Gemeinde Rauenstein das Schloss und richtete die Verwaltung und Wohnungen ein. Ab 1992 wurden umfangreiche Sanierungen durchgeführt, die mit der Eröffnung des Museums 2016 ihren Abschluss fanden.

Im Museum "Neues Schloss Rauenstein" findet man eine attraktive Ausstellung zum Porzellan in Rauenstein mit vielen Raritäten und besonderen Dekoren des bei Sammlern begehrten Porzellans.

Im Obergeschoss des Museums ist die Puppenausstellung der Firma Schildkröt zu bestaunen . Die Exponate kunden von Qualität und Robustheit der über 100-jährigen Geschichte der Firma Schildkröt und zeigen die Vielfalt der Puppen und die Entwicklung ihrer Namen.

In der Schlossbibliothek ist das erste Thüringer Kloßrezept zu sehen.

Mehr dazu finden Sie unter dem Extra-Menüpunkt "Museum Neues Schloss Rauenstein".

 

 

 

Schloss Effelder - heutiges Rathaus

Das Schloss Effelder entstand im Kern im 16. Jahrhundert. Das denkmalgeschützte Gebäude wird seit dem Jahr 2000 als Rathaus genutzt.

Ein Wehrbau in exponierter Spornlage existierte wohl schon im späten Mittelalter. Er war vermutlich Sitz des Rittergutes, das das Adelsgeschlecht von Schaumberg 1337 in Effelder als Lehen des Klosters Banz besaß. Um 1490 wurde ein Wohnturm zu einem kleinen Schloss umgebaut, das Hans von Schaumberg zwischen 1525 und 1533 erweitern ließ.

Ab 1665 wechselten oft die Besitzer. Im Jahr 1743 wurde Luise Dorothea von Sachsen-Meiningen aufgrund eines Vermächtnisses Herrin des Guts, das das Gothaer Herzogshaus 1811 an die Kammer des Herzogtums Sachsen-Meiningen verkaufte. 1837/38 folgte die Auflösung des Guts. Der Bauer Johann Georg Stammberger erwarb das Schloss und nutzte es nach größeren Umbauten als Gastwirtschaft. Im Jahr 1933 kaufte die Neustadter Brauerei Werner das Anwesen und ließ das Dachgeschoss ausbauen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Enteignung. Neuer Besitzer wurde die Gemeinde Effelder, die 1955/56 den Umbau nach Plänen von Max Brückner im Stil der nationalen Tradition zum Kulturhaus mit einer Gaststätte beauftragte. In den 1950er Jahren erfolgte eine Umwandlung der Reste des Schlosshofes in eine Parkanlage und 1970 die Verfüllung des Wehrgrabens. Seit einem Umbau zwischen den Jahren 1998 und 2000, der durch einen Dachstuhlbrand 1996 veranlasst wurde, wird das Schloss als repräsentatives Verwaltungsgebäude durch die Gemeinde genutzt.

Der Massivbau weist sowohl Elemente eines Wehrbaus als auch eines Schlossbaus auf. Das Erdgeschoss hatte ursprünglich keine Fenster. Erkervorbauten im Osten und Westen gliedern die Fassade. Der westliche Erker hat im Erdgeschoss schlitzförmige, schießartenähnliche Fenster und ein auf Konsolsteinen mit Wappenschildern vorspringendes Obergeschoss. Die rechteckigen Fenster im Obergeschoss haben teilweise eine gekehlte Profilierung und sind auf der Innenseite als Vorhangbogenfenster ausgebildet. Die Rundbogenportale auf der Nordseite entstanden 1955/56. Das Mansardwalmdach wurde dendrochronologisch auf 1769 bestimmt.

Das Erdgeschoss ist teilweise überwölbt. Es beherbergte ursprünglich die Küche und Vorratsräume. Das Obergeschoss hat in den Räumen Wappenschmuck aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Osterker wird von einem Kreuzgewölbe überspannt und durch Wappenschilde derer von Schaumberg und von Rosenau verziert. Der westliche Erker besitzt ein Zellengewölbe in Sternform, das um 1490 datiert wird.

  

Tanzlinde Effelder

 

  

Eine einmalige Naturschönheit ist die 300-jährige Tanzlinde, die 1707  von Pfarrer Pfeifer gepflanzt wurde.

Im Laufe der Jahre wurden die Äste so gezogen, dass sie zwei markante Kränze bildete. Auf dem ersten Ästekranz in ca. 2,5 m Höhe lagert die Tanzfläche. Der zweite Ästekranz bildet ein Blätterdach.

Bereits im Jahr 1751 fand der erste Kirchweihtanz der Dorfjugend statt. Anlässlich der Kirchweih von 1790 tanzte der Herzog Georg von Meiningen mit seinem Gefolge auf der Linde.

Das Holzgerüst musste mehrmals erneuert werden, besonders nach dem Einsturz im Jahr 1810. Damals stürzten mehr als 60 Personen samt Brettern und Balken in die Tiefe, zum Glück ohne größere Schädigungen.

Die neue Rekonstruktion des gesamten Balkenwerkes erfolgte im Jahr 2001 mit großzügiger Unterstützung durch die Thüringer Staatskanzlei.

Die Linde steht  unter Denkmalschutz und ist ein Wahrzeichen Effelders.

Alljährlich im Juli trifft sich die Kirchweihgesellschaft in ihrer bunten Tracht zum Lindentanz.

Im Juni geben sich auf dem Marktplatz vor der Linde zahlreiche Chöre ein Stelldichein.

(Lindenfest am 3. Sonntag im Juni und Kirchweih am 2. Juliwochenende)

 

 

 

Zinselhöhle Meschenbach

  

Ihren Namen verdankt die Höhle der Sage von den Zinselmännchen. Sie liegt zwischen Meschenbach und Rabenäußig.

(Foto: Eingang der Höhle)

Als typische Karsthöhle des Schalkauer Muschelkalkplateaus ist sie die einzige naturbelassene Besucherhöhle in Thüringen. Allein der kleine Bach, der im Eingangsbereich versickert, hat die Höhle geschaffen.

(Foto: Versteinerter Wasserfall)

Die Wände und Decken sind mit glänzenden Kalksinter bedeckt und mit niedlichen Stalaktiden und fledermausähnlichen Gehängen verziert. Der Fantasie des Besuchers bleibt es überlassen, den verschiedenen Gebilden einen Namen zu geben.

Wussten Sie, dass kein Geringer als Johann-Wolfgang von Goethe die Höhle besuchte?

Von Anfang Oktober bis Ende April ist die Höhle geschlossen. Sie dient den Siebenschläfern und Fledermäusen als Winterquartier.

Die Höhle ist von Mai bis September geöffnet. Ein Besuch lohnt sich!

Besuchertermine können mit unseren Höhlenführern individuell vereinbart werden.

Wir bitten um frühzeitige Anmeldung (mind. 2 Tage vorher).

Herr R. Babucke - Tel. 0 36 766 / 80 204

Frau G. Menzel - Tel. 0 36 766 / 80 264

Herr R. Kirchner - mobil: 0 173 / 676 7696

Natur- und Höhlenführer R. Kirchner bietet auch verschiedene Wandertouren zur Zinselhöhle an.

Touren Zinselhöhle 2017

 

Benutzungsordnung Zinselhöhle

Besuchertarife Zinselhöhle

 

Anfahrtsskizze: