Ortsteil Grümpen (461 Einwohner*)

Grümpen verdankt seinen Namen und seine Entstehung dem gleichnamigen Fluss, welcher sich östlich des Ortes dahinschlängelt. Der Flussverlauf war wohl Ausgangspunkt für den ursprünglichen Namen „Krumbach", woraus dann später „Grümpen" wurde. Dieser Fluss schwemmte aus den Bergen mit Kies, Schotter und Geröll einen wertvollen Schatz, feine Goldflimmerchen, ins Tal. So waren es Gold suchende Einwanderer aus Sachsen, die hier von Beginn des 13. Jahrhunderts ansässig wurden und den Ort gründeten. Im 15. Und 16. Jahrhundert erlebte Grümpen die Blütezeit der Goldwäscherei.
Am Oberlauf des Flusses gab es zahlreiche Seifen- und Waschwerke. Heute erinnern nur noch alte Flurnamen wie die „obere und untere Binge" an die vielen Kieshaufen entlang des Flusses. Neben der Schafzucht war bis ins 20. Jahrhundert hinein die Märbelproduktion ein Haupterwerb für die Bewohner. Einst gab es drei Mühlen, in welchen die begehrten Steinkugeln hergestellt wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandten sich immer mehr Einwohner der Spielwarenherstellung in Heimarbeit zu.
Das Gesicht des Ortes hat sich im Laufe der Jahre zunehmend verschönert. Am südlichen Ortsrand von Grümpen ist die größte Betonbogenbrücke Europas für die ICE- Strecke Erfurt- Nürnberg fertiggestellt worden.
