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Korberoth - ein Ortsteil, den es nicht mehr gibt

Zwischen Effelder und Rückerswind führt ein mit Kirschbäumen umsäumter Weg in das „Niemandsland" der damaligen deutsch- deutschen Grenze bis nach Korberoth. Wegen der Nähe des Dorfes zur Grenze und einem übersteigerten Sicherheitsbedürfnis des DDR- Regimes wurden 1984 die letzten Einwohner zwangsausgesiedelt und die sieben Gebäude des Ortes dem Erdboden gleich gemacht.

Erstmals urkundlich erwähnt findet man Korberoth 1334 als „Cubenrode" mit zwei Gütern. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden vier halbe Güter mit vier Häusern, vier Familien, 25 Einwohnern und 54 Stück Vieh. In unmittelbarer Nähe des Ortes gab es drei Dorfteiche. Die Einwohner wurden nach Effelder gepfarrt und geschult. Sie betrieben vorwiegend Landwirtschaft.

Erst mit der Grenzöffnung 1989 wurde das Gebiet wieder zugänglich. Ein Gedenkstein markiert die Stelle, wo sich einst Korberoth befand. Jährlich findet am ersten Sonntag im September an diesem Ort ein Gottesdienst statt.