Ortsteil Meschenbach (125 Einwohner*)

1340 taucht das kleine Dorf unter dem Namen „Meßhenbach" („Kleine Siedlung am Eschenbach" erstmals in einer Urkunde des Klosters Sonnefeld auf. Meschenbach lag am einstigen Kirch- und Pilgerweg nach Stelzen.
Im Mittelalter wurde im Ort eine Stations- und Wallfahrtskirche errichtet. Heute befindet sich im Ort die Katharinenkirche. Die Kanzel ist spätgotisch. Ansonsten haben zahlreiche Renovierungen im Lauf der Jahrhunderte das Kircheninnere geprägt. Der Sakristeibau aus Backstein erfolgte erst bei der großen Renovierung von 1889. Mit ihrem Walmdach sowie dem achteckigen Dachreiter, der einen Arkadenaufsatz mit Helm trägt, überragt das Kirchlein als wahres Schmuckstück den Ort. Neben der Landwirtschaft verdienten sich die Bewohner ab dem 19. Jahrhundert vorwiegend mit der Spielwarenherstellung ihr Brot. Viele arbeiteten auch in der Porzellanfabrik im benachbarten Rauenstein.
Unweit des Ortes befindet sich die sagenumwobene „Zinselhöhle". Diese Naturhöhle ist eine der schönsten Muschelkalkhöhlen des Südthüringer Landes. Dabei handelt es sich um eine Karsthöhle im Wellenkalk. Sie wurde durch den kleinen Fluss „Retschenbach" auf einer Länge von 170 Metern in den Berg gewaschen. Die Meschenbacher sind ein geselliges Bergvölkchen. Der ortsansässige Feuerwehrverein und die Kirchgemeinde organisieren alljährlich im Juli das „Zinselhöhlenfest".
