Ortsteil Rauenstein (1.217 Einwohner*)

Rauenstein liegt romantisch eingebettet in einem Tal, umrahmt von über 800 Meter hohen, bewaldeten Bergen. Das Wahrzeichen des Ortes ist die Burgruine „Rauenstein". Die Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg bis auf ein paar Mauerreste vollends zerstört. Unmittelbar davor befindet sich die Marien- Georgs- Kirche, welche zugleich Orts-, Burg- und Begräbniskapelle der Herren von Schaumberg war. Die Erstnennung Rauensteins datiert vom 24. Mai 1349.
Neben Holzfällern waren die ersten Bewohner leibeigene Bauern. Die Landwirtschaft an den kargen Berghängen war wenig erfolgreich, deshalb fertigte man nebenbei hölzerne Küchengeräte und Puppen („Docken"). Das Jahr 1784 brachte die Wende. In Rauenstein siedelte sich die Porzellanindustrie an. Die hohen Gebrauchseigenschaften des Rauensteiner Porzellans machten es weltweit bekannt und beliebt. Im Jahre 1903 wurde das nunmehr unrentabel gewordene Unternehmen der Firma Friedrich Christian Greiner und Söhne AG liquidiert.
Heute finden wir in Rauenstein Unternehmen der Metallverarbeitung, des Apparatebaus, der Hochleistungskeramik und der Spielzeugherstellung. Besonders bekannt ist die Firma „Schildkröt". Die beliebten „Schildkröt- Puppen" kann man im werkseigenen Puppenmuseum bewundern. Im Rauensteiner Schloss befindet sich eine attraktive Ausstellung zur Porzellangeschichte.
Bei Wanderungen bis hinauf zum Rennsteig kann man seinen Blick weit ins Tal schweifen lassen. Gleitschirmfliegen, Wandern, Radeln, Kegeln, Schwimmen und Wintersport garantieren einem erholsamen und abwechslungsreichen Aufenthalt.
