Ortsteil Seltendorf (317 Einwohner*)

In einer Schenkungsurkunde des Klosters Banz findet man den Ort erstmals 1232 als „Selckendorf" aufgeführt. Die Siedlungsbereiche Welchendorf und Döhlau wurden in den Jahren 1945 beziehungsweise 1952 eingemeindet.
Das Mühlenhandwerk hatte in dieser Gegend eine große Bedeutung. Geheimnisvoll unter alten Bäumen versteckt befindet sich am Fluss „Effelder" die stillgelegte Mahlmühle und frühere Märbelmühle. In Welchendorf steht ein 113 Zentimeter hoher Sandstein, „Marterstein" oder auch „Docke" genannt. Dabei handelt es sich um ein Flurdenkmal des Landkreises Sonneberg. Alte Überlieferungen erzählen, dass der Stein angeblich an der Stelle steht, an der ein Fuhrmann tödlich verunglückte oder ermordet worden ist. Wahrscheinlich handelt es sich aber um einen Opferstein am Wallfahrtsweg nach Stelzen.
Interessant ist auch die Umgebung von Seltendorf. Dort findet man unter Naturschutz stehende Orchideen wie den Deutschen Enzian und das Moosauge, aber auch Sumpf- und Schopfkreuzblümchen.
